Was ist eigentlich eine Rückfahrkamera und wie funktioniert sie?

Vorteile und wichtige Aspekte für den Kauf einer Rückfahrkamera

Laut einer Studie des Allianz Zentrums für Technik in Zusammenarbeit mit einem bekannten Automobilteilezulieferer (Continental) ist in den letzten 10 Jahren die Anzahl der Unfälle beim Einparken um rund 30 Prozent gestiegen. Mittlerweile handelt es sich bei jedem zweiten Zusammenstoß um einen Einpark- oder Rangierunfall. Abhilfe können hierbei leistungsstarke Einparkhilfen bieten, die über eine Rückfahrkamera verfügen. Eine Rückfahrkamera ist ein wichtiges Element für die Sicherheit beim Rückwärtsfahren und Einparken. Durch die Übertragung des Bildes in den Innenraum sind Sie über alle Vorgänge hinter dem Fahrzeug informiert und erkennen auch plötzlich auftretende Hindernisse schnell und zuverlässig.

Was ist eine Rückfahrkamera?

Eine Rückfahrkamera wird am Heck des Fahrzeugs montiert und übermittelt die Aufnahmen in Echtzeit an den Fahrer in den Innenraum. Über einen Monitor erhält der Fahrer somit eine gute Übersicht über die Situation hinter dem Fahrzeug. Studien zufolge verringert sich durch den Einsatz der Kamera sowohl die Gefahr von Sachschäden als auch von Personenschäden.

Die Einsatzgebiete von Rückfahrkameras sind vielfältig

Rückfahrkameras lassen sich an fast jedem Fahrzeug montieren. Sie werden besonders bei großen Fahrzeugen, die nur eine eingeschränkte Sicht nach hinten bieten, benötigt. Oftmals sind Transporter am Heck nicht mit einer Glasscheibe ausgestattet, sodass ohne eine Kamera das sichere Rückwärtsfahren überhaupt nicht möglich ist. Ähnliche Probleme ergeben sich bei einem Wohnmobil, einem LKW sowie landwirtschaftlichen Fahrzeugen (Agrar-Fahrzeugen). Aber auch klassische PWK bieten nicht die gewünschte Sicherheit bezüglich der Sicht nach hinten. Hindernisse bis zu einer bestimmten Größe sind nicht zu erkennen, sodass auch hier eine Kamera für Sicherheit sorgt. In einigen Fällen ist die Anbringung eines indirekten Sichtsystems gesetzlich vorgeschrieben. Ein Rückfahrsystem erfüllt diese Anforderungen. Beispiele für die gesetzliche Notwendigkeit sind Omnibusse sowie Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3, 5 Tonnen.

Was sind die generellen Vorteile von Rückfahrkameras?

Rückfahrkameras sind ein entscheidender Faktor für die Sicherheit. Sollte plötzlich ein Kind hinter dem Fahrzeug auftauchen, dann ist dieses oftmals aufgrund der geringen Körpergröße nur schwer zu sehen. Die Rückfahrkamera sendet in Echtzeit ein Bild in den Innenraum, sodass Sie die Situation hinter dem Fahrzeug perfekt im Blick haben. Aber auch viele andere Risiken lassen sich mit der Kamera vermeiden: Sie schätzen den Abstand zu anderen Fahrzeugen oder Mauern sehr gut ab und sie erhalten eine Unterstützung beim Rangieren sowie beim Rückwärtsfahren. Ist die Rückfahrkamera mit einem Alarm kombiniert, dann ertönt ein Signal, sobald Sie einem Hindernis zu nahe kommen.

Welche verschiedenen Systeme sind auf dem Markt erhältlich?

Im Groben lassen sich die Rückfahrkameras in kabelgebundene und kabellose Modelle unterscheiden. Aber auch innerhalb dieser Gruppen bestehen weitere Einteilungen. Eine Möglichkeit sind Systeme mit einem analogen Funksender. Dieser sendet die Bilder an einen Empfänger, welcher mit dem Monitor verbunden ist. Eine Alternative hierzu ist die Übertragung per Wireless Lan auf ein Tablet oder ein Smartphone. Über eine App werden die Endgeräte für die Rückfahrkamera eingesetzt.

Wie funktionieren die einzelnen Systeme?

Analoge Funksysteme und kabelgebundene Rückfahrkameras werden häufig im Set mit einem zugehörigen Monitor angeboten. Hierbei handelt es sich um einen Flachbildschirm, sodass im Innenraum nur wenig Raum in Anspruch genommen wird. Die Kamera befestigen Sie im Heckbereich des Fahrzeugs. Achten Sie hierbei genau auf die Einbauanleitung, besonders die empfohlene Position ist entscheidend, um später Abstände optimal einschätzen zu können. Im Falle von Funksystemen wird der Monitor mit einem Empfänger verbunden, sodass die Informationen zwischen der Rückfahrkamera und dem Monitor (Empfänger) übertragen werden können. Kabelgebundene Rückfahrkameras werden im Komplett-Set mit einem zugehörigen Kabelbaum ausgeliefert, der vom Heck in den Frontbereich geführt werden muss.

Welche Elemente beinhalten die jeweiligen Systeme?

Eine Rückfahrkamera kann Teil einer Einparkhilfe und hierbei mit verschiedenen Sensoren und Meldern kombiniert sein. Oftmals werden am Heck drei bis sieben Sensoren angebracht, welche einen Warnton abgeben, sobald sich ein Hindernis zu nahe befindet. Die Melder senden akustische und/oder optische Warnsignale aus. Diese Elemente sind eine Ergänzung zur Rückfahrkamera, da somit die Sicherheit erhöht wird. Eine weitere Möglichkeit sind Einparkhilfen, die eine Darstellung aus der Vogelperspektive liefern. Am Fahrzeug werden hierfür mehrere Sensoren und Kameras angebracht. Auf dem Monitor haben Sie die Auswahl aus verschiedenen Modi, wovon einer Draufansicht der Situation um das Fahrzeug darstellt. Die Warntöne können so gestaltet sein, dass sie mit sich verringernden Abstand zum Hindernis an Intensität zunehmen. Dem gegenüber stehen einfachere Ausführungen, die sich auf die wesentliche Funktion der Rückfahrkamera konzentrieren. Sie werden ohne Sensoren genutzt und senden das Bild auf den Monitor.

Welche Vor- und Nachteile haben die jeweiligen Systeme?

Ein wichtiger Punkt bei der Beurteilung der Qualität einer Rückfahrkamera ist die Reichweite. Analoge Funksysteme sowie kabelgebundene Varianten liefern in der Regel die besten Ergebnisse bei der Übertragung. Der Vorteil von WLAN-Systemen liegt in der großen Reichweite. Selbst in 30 oder mehr Metern wird das Bild in der Regel einwandfrei auf dem Monitor angezeigt. Über die App werden oftmals Hilfslinien dargestellt, durch welche Sie den Abstand zu Hindernissen gut einschätzen können. Nachteilig wirkt sich bei WLAN-Varianten die häufig anzufindende kleine Zeitverzögerung aus. Analoge Systeme arbeiten meistens ohne Verzögerung, jedoch ist die Reichweite etwas geringer als bei der Nutzung von WLAN. Entscheidend bei der Beurteilung ist allerdings vor allem der Preis. Günstige Systeme weisen oftmals Einschränkungen auf, während hochwertige Modelle unabhängig vom gewählten System über gute Reichweiten und Geschwindigkeiten verfügen. Bei der Auswahl müssen Sie die verschiedenen Produkte daher bezüglich der technischen Eigenschaften miteinander vergleichen.

Was muss bei der Anbringung einer Rückfahrkamera beachten?

Einer der Hauptgründe für die gestiegene Anzahl an Unfällen beim Einparken sind größer gewordene Fahrzeuge und kleiner gestaltete Fenster. Dadurch erschwert sich die Sicht und Hindernisse werden nur schwer wahrgenommen. Um die Vorteile der Kamera optimal zu nutzen, müssen Sie auf die korrekte Anbringung achten, wobei die ideale Position in der Regel im mitgelieferten Handbuch beschrieben ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Rückfahrkamera selbst gut geschützt ist. Sollte sie über das Heck nach hinten ragen, dann besteht bei einem missglückten Rangiervorgang anderer Verkehrsteilnehmer die Gefahr, dass die Kamera durch den Zusammenstoß beschädigt wird. Durch die Auswahl hochwertiger Systeme und die korrekte Anbringung erhöhen Sie die Sicherheit für Passanten, Insassen, andere Verkehrsteilnehmer sowie das eigene Fahrzeug.

Sie haben noch Fragen zu Rückfahrkameras? Hier finden Sie Antworten!

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Kabel für Rückfahrkamera*

Grundsätzlich sind kabelgebundene Systeme stabiler gegenüber Störungen oder Bildausfällen, die Montage ist jedoch erheblich aufwendiger: die Kabel müssen durch das gesamte Fahrzeug verlegt werden, was oft einen Ausbau / Umbau des Innenlebens erfordert. Gute Funk-Rückfahrkameras sind heute in der Lage, ein gutes und störungsfreies Bild auch unter schwierigen Bedingungen zu liefern. Das Einbauen einer Rückfahrkamera mit Funk ist dafür erheblich einfacher als bei kabelgebundenen Rückfahrsystemen.
Sie haben bereits ein kabelgebundenes Rückfahrsystem? Mit einem so genannten Wireless Funk Transmitter können Sie Ihr System ganz einfach in eine Funk-Rückfahrkamera verwandeln!

Die Positionierung Ihrer Rückfahrkamera hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu berücksichtigen sind unter anderem Fahrzeugtyp, Einsatzzweck und baulichen Besonderheiten des jeweiligen Fahrzeugs. Auch die verschiedenen Typen von Rückfahrsystemen spielen dabei eine Rolle – z.B. ob die Kamera einen Nah- und einen Fernsichtbereich hat. Mehr zur richtigen Positionierung und Anschließen Ihrer Rückfahrkamera finden Sie in unserer ausführlichen Montageanleitung.

Die Bildeinstellung der Kamera ist unter anderem abhängig von der Bauart der Kamera, vom Fahrzeugtyp und dem Einsatzzweck. Weitere Informationen, wie Sie Ihre Rückfahrkamera einbauen, finden Sie in unserer ausführlichen Montageanleitung.
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Monitor*

Das wichtigste Kriterium ist die Bildqualität. Billige Modelle haben oft Probleme bei der Darstellung von Farben (z.B. Blautönen), oder werden durch fremde Funkquellen (Handy, Funk-Kamera des Nachbarn) gestört.

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Monitor im Rückspiegel*

Eine Frage der Einstellung ist, ob der Monitor permanent in Betrieb sein soll und so als Rückspiegel genutzt werden kann, oder ob er sich nur bei Einlegen des Rückwärtsgangs einschalten soll. In letzterem Fall muss die Kamera über ein Kabel mit dem Rücklicht verbunden werden, ansonsten genügt es, den Monitor einzuschalten. Die Befestigung hängt von der Bauart ab. Einige Modelle lassen sich einfach am Rückspiegel anstecken, andere sind ähnlich einem Navi an der Frontscheibe befestigt. Als Größe hat sich der 7 Zoll Monitor als beliebteste Variante etabliert. Neuere Modelle sind sogar direkt im Rückspiegel integriert.

Grundsätzlich ist ein Weitwinkel dann sinnvoll, wenn die Kamera auf Grund der Fahrzeugbauweise nur z.B. weit oben angebracht werden kann. Mit einem Weitwinkel lässt sich so noch übersichtlicher Einparken und Rangieren. Besonders, wenn die Einparkhilfe bei unübersichtlichen Fahrzeugen zusätzlich als Rückspiegel genutzt werden soll, sollte die Kamera über einen Weitwinkel verfügen.

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Navi mit Rückfahrkamera*

Grundsätzlich ist eine Kombination eines Navi mit Rückfahrkamera eine schöne Sache. Ist jedoch bereits ein Navi vorhanden, macht es preislich meist mehr Sinn, zusätzlich eine Rückfahrkamera nachzurüsten. Gerade für Wohnmobile, Camper und LKW kann so eine Kombination jedoch sehr sinnvoll sein. Vor allem, wenn der bestehende Monitor kein Video-In und somit keine Möglichkeit hat, das Videosignal der Kamera zu verarbeiten, kann man über eine solche Anschaffung nachdenken. Ausführliche Informationen zum Kauf von Navis mit Rückfahrkamera finden Sie in unserem Bericht.

Einfache Antwort: JA! Die Rückfahrkamera wird in aller Regel außen angebracht und muss so jedem Wetter standhalten. Daher sollte die Kamera wasserdicht, staubdicht, schocksicher und hitzebeständig sein. Die Linse wird durch einen Shutter erheblich besser geschützt und liefert so zuverlässig ein stabiles und klares Bild.
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Funk-Rückfahrkamera*

Bohren oder nicht hängt klar vom Model ab. Es gibt durchaus Rückfahrsysteme, wo Sie an Ihrem Auto nicht bohren müssen. Diese Systeme lassen sich einfach an Ihrem Nummernschild befestigen. Günstige Modelle gibt es teilweise sogar zum ankleben. Zu beachten ist allerdings, wie die Kabel für die Stromversorgung gelegt werden müssen. Dies ist von Rückfahrkamera zu Rückfahrkamera unterschiedlich. Schauen Sie doch in unserem Shop für Rückfahrkameras vorbei!

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Kabel für Rückfahrkamera*

Ja, mit einem so genannten Wireless Funk Transmitter können Sie Ihre Rückfahrkamera ganz einfach in eine Funk-Rückfahrkamera verwandeln!

 

 

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